Wie funktioniert eine Zamboni?

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Nicht nur im Eishockey, auch im Eisschnelllauf und -kunstlauf oder beim Short Treck zerkratzen Kufen das Eis und ein leichter Schnee bleibt liegen, der das Eis stumpf macht. Eine Eisbearbeitungsmaschine wird dann eingesetzt, um eine glatte Eisoberfläche zu schaffen.

Der Amerikaner Frank J. Zamboni erfand 1949 diese Maschine. Bis dahin wurde das Eis von Hand mit Schabern, Lappen und anderen Geräten gereinigt und geglättet. Heute verwendet man auf der ganzen Welt den Begriff Zamboni stellvertretend für Eisbearbeitungsmaschinen.

Es gibt aber noch mehrere Hersteller, die sich auf diese Maschinen spezialisiert haben. Und da diese Maschinen meist in geschlossenen Eishallen zum Einsatz kommen, findet man anstelle Benzinmotoren häufig Alternativantriebe mit Erdgas, wie bei den Eisbären in der O2 World oder Elektromotoren, wie im Wellblechpalast.

Um eine Eisoberfläche wieder glatt zu bekommen sind drei Arbeitsschritte notwendig: das Hobeln, das Waschen und Glätten des Eises.

Eismaschine

Im Hobelschlitten wird mit einem scharfen Messer (1), das aussieht wie eine große Rasierklinge, die obere Eisschicht abgetragen. Der entstehende Schnee wird über einen Schneckenantrieb (2) erst zur Mitte und dann nach oben (3) in den Schneetank (4) transportiert.

Hinterm Hobelschlitten befindet sich, auf die gesamte Breite des Schlittens verteilt, der Waschsauger. Mit Düsen wird aus einem Tank (5) kaltes Wasser auf die Eisfläche gesprüht, um lockeren Schnee und Eisreste aus den Furchen im Eis zu entfernen. Das Waschwasser wird wie beim Waschsauger (6) sofort wieder aufgesaugt und wieder verwendet.

Im hinteren Teil des Schlittens wird meist 60 Grad warmes Wasser über ein Tuch (7) gleichmäßig auf das Eis gebracht und glatt gezogen. Dieses warme Wasser füllt die Rillen und Löcher auf und verbindet sich mit dem vorhandenen Eis zu einer festen, glatten Oberfläche.

Wozu die vielen Knöpfe, Hebel und Bedienräder? Eine Eismaschine zu fahren ist ein schwieriger Beruf, der viel Übung braucht. Eishockeyspieler lieben hartes Eis, Eiskunstläufer drehen sich am liebsten auf weichem Eis. An der Eismaschine lässt sich vieles einstellen, wie tief zum Beispiel abgehobelt werden soll, wie warm das Wasser aufgebracht wird oder wie schnell die Eismaschine fahren soll. Das Ergebnis ist immer unterschiedlich.

Und wie viel Kraft in einer Zamboni steckt kannst du selbst erfahren. Der Eisbären Kids Club lädt dich ein auf eine Runde mit „Manni“, der Zamboni Nr. 1 der Eisbären in der O2 World. In einem sicheren Fahrkorb nimmst du Platz hinter dem Fahrer und drehst bei einem Heimspiel der Eisbären in der Drittelpause eine Runde mit der Zamboni. Interesse? Zum Anmelden reicht eine E-Mail an zamboni@eisbaeren-kids-club.de

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